ONE MINUTE STAR PROJEKT


Ein roter Teppich wird irgendwo in einer Alltagssituation (zum Beispiel vor einem Supermarkt) ausgerollt, um spontan den ein und anderen Normalbürger (also keinen Star) zu bitten über den roten Teppich zu laufen.

Das ONE MINUTE STAR PROJEKT ist eine soziale Plastik, die den gemeinen Bürger in den Focus stellt und gleichzeitig den Starstatus in Frage stellt.

Zu reflektieren sind dabei zwei Aspekte, der Moment des Stars und des Publikums, welche in Wechselwirkung zueinander stehen.

Allein der rote Teppich markiert in diesem Fall die Rolle des Akteurs oder des Zuschauers.

Aus der Perspektive des Zuschauers wird in Frage gestellt, ob tatsächlich das " Laufen über den Teppich" reicht, um einer Person mehr Respekt, Wertschätzung und Achtung zu geben, als in einer gewöhnlichen alltäglichen Situation.

Warum werden Stars in unserer Gesellschaft so "gefeiert"? Auch wenn es oft nur ein durch Fernsehsender erzeugter Bekanntheitsgrad der Grund ist und keine Fähigkeit, Besonderheit oder Auszeichnung die Person zum Star gemacht haben.

Ist es nicht schon soweit, dass wir meinen, es ist ein Star, der da über den Teppich läuft ohne nur irgendetwas davon zu wissen? Ist dieses Verhalten ein Ausdruck davon, dass ich selber gern ein Star wäre oder zumindest der Wunsch nach soviel Beachtung darin liegt?

Der andere Aspekt ist der infragezustellende Prominentenstatus. Wo einst noch der "rote Teppich" den Angehörigen der Königshäusern galt, ist es heute nicht mehr ganz ersichtlich, warum man wen verehrt. Oftmals scheint die Tatsache, dass man jemanden in den Medien oft gesehen hat zu genügen.

Es kann also sein, dass jemand nur von Bedeutung ist, weil man ihm Bedeutung schenkt.

Wir wollen jedem Bedeutung schenken und rollen den "roten Teppich" aus.

Für ONE MINUTE ein STAR zu sein.